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Sommerrückblick 2019

Nachdem der Sommer 2018 mit einer Mitteltemperatur von 18,4 °C der heißeste Sommer seit Beginn der Aufzeichnungen war, wurde in diesem Sommer ebenfalls eine Mitteltemperatur von 18,4 °C erreicht und damit der Rekord aus dem vergangenen Jahr eingestellt. Der Sommer 2003 ist damit auf den 3. Platz abgerutscht. Die Abweichung betrug 2,9 K gegenüber dem Mittel der Referenzperiode 1961-90 und 2,2 K gegenüber dem Mittel der Vergleichsperiode 1981-2010.

In Belecke konnte an 16 Tagen ein Höchstwert von über 30 °C registriert werden. An vier Tagen stieg die Temperatur sogar über 34 °C, bei einem neuem Allzeit Höchstwert von 37,4 °C am 25. Juli. Der Tiefstwert wurde am 4. Juli mit 5,1 °C gemessen. Trotz des extrem heißen Sommers konnten Anfang Juli zwei Bodenfrosttage in der Romecke verzeichnet werden.

Wie schon im letzten Jahr, war der Sommer 2019 mit 124,4 mm in Belecke wieder sehr trocken. Nach 1973, 1901 und 1929 war der Sommer 2019 damit der 4. trockenste seit mindestens 1891. Aufgrund der niederschlagsreichen Monate Januar, März und Mai ist das aktuelle Jahr, bisher nur 8 % trockener als normal üblich.
Durch die extrem hohen Temperaturen war die Evapotranspiration (Verdunstung) mit 378,5 mm jedoch sehr hoch, alleine am 25. Juli  betrug die ET 12,3 mm. Hierdurch ist trotz des bisher nicht übermäßig trockenen Jahres die klimatische Wasserbilanz (Niederschlag-Evapotranspiration) mit -55 mm negativ. In den vergangenen 14 Jahren lag die Spanne zwischen +870 mm (2007) und +243 mm (2016), erst 2018 wurde mit -102 mm ein negativer Wert erreicht. Da mit dem Klimawandel die Temperatur immer weiter steigen wird, der Niederschlag über die Jahre aber relativ konstant bleibt, dürften negativen Werte bei der klimatischen Wasserbilanz zukünftig weiter zunehmen.

Die Sonne schien an meiner Wetterstation in Belecke 582 Stunden, an umliegenden Stationen waren das ca. 130 % der normal üblichen Sonnenscheindauer.